Bochum / östliches Ruhrgebiet

Die Regionalgruppe Bochum / östliches Ruhrgebiet stellt sich vor.
Die Regionalgruppe Bochum/östliches Ruhrgebiet ist ein freundlicher Ort für systemisch ausgebildete Menschen in unterschiedlichen Berufen. Wir sind Berater*innen, Therapeut*innen, Supervisor*innen, Coaches und im Bereich Organisationsentwicklung Tätige. Hauptanliegen unserer Gruppe waren und sind ein achtsamer kollegialer Austausch und regelmäßige multiprofessionelle systemische Intervision. Dann und wann laden wir Referent*innen ein zu Themen wie "Machtkritisches Verhalten in der Beratung", "Künstlerisch Systemisches Arbeiten", oder "Beratung für Patchworkfamilien".
Zu den Treffen alle zwei Monate kommen etwa 12 bis 20 Personen. In unserem Verteiler sind wir 120. Wer einen leichtfüßig-ernsthaften, konstruktivistischen Austausch mit anderen Systemiker*innen sucht, ist herzlich willkommen. Wir treffen uns in Sichtweite eines Förderturms oder reihum ein unseren Beratungsräumen im Ruhrgebiet, daher sagen wir: Glück auf!
Kontaktaufnahme
Wir freuen uns über alle, die dabei sein möchten. Ihr wart noch nicht bei uns? Dann mailt uns gerne vorab, dann nehmen wir euch in unseren Mailverteiler auf: regionalgruppe-bochum@dgsf.org
Sprecher*innen:
Britta Lennardt, Golnar Kahfi Zadeh, Nadine Gerritzen
E-Mail: regionalgruppe-bochum|at|dgsf.org
Mitglied des Orga-Teams: Barbara Syrée

Rückblick auf 2026
Intervision im Atelier von Mirjam Strunk am 1. Oktober 2026
In den wunderschönen Atelierräumen von Mirjam ging es diesmal wieder klassisch um Intervision zu unterschiedlichen Themen der Teilnehmer:innen: Supervision in einem Team, indem viel Aggression herrscht, Klient:innen in die Authentizität einladen, Klient:innen finden, um in der Weiterbildung durchzustarten, u.A.. In guter Tradition aßen wir auch gemeinsam mitgebrachtes Essen und fühlten uns pudelwohl in der ästhetisch angenehmen Atmosphäre.

Machtsensibles Verhalten in der Beratung - ein Abend mit Blu Doppe am 3. September 2026
Im September trafen wir uns mit dem*der Bildungsrefernt*in und Netzwerksprecher*in Blu Doppe im Zoom zu einem sehr spannenden Abend. Beratung findet nie im machtneutralen Raum statt. Wer berät, bringt eigene Prägungen, Privilegien und Wahrnehmungslücken mit – und trifft auf Klient*innen, deren Lebensrealitäten oft von Diskriminierung und struktureller Ungleichheit geprägt sind. Methodisch vielfältig und sehr anregend lud Blu dazu ein den eigenen Beratungsalltag machtkritisch zu reflektieren: Wo entstehen Machtgefälle in der therapeutischen und beraterischen Beziehung? Wie wirken Normen um Geschlecht, Sexualität, Herkunft oder Körper auf unbewusste Zuschreibungen? Und wie lässt sich eine Haltung entwickeln, die Differenz nicht glättet, sondern wertschätzt?

Intervision im Wald mit Linda Markau am 9.7.2026
Im Juli trafen wir uns zu einer Outdoorintervision im Wald. Linda führte uns durch einen Prozess in dem wir erfahrungs - und handlungsorientiert in einen Austausch über Resilienz und Achtsamkeit kamen. Diese sehr erholsame und inspirierende Zeit mündete in einem regen Austausch.

Eindrücke zum Treffen in der Alten Feuerwache Witten bei & mit Britta Lennardt vom 07.05.2026
Erneut wurden wir von Britta Lennardt in die inspirierende Atmosphäre der Alten Feuerwache in Witten eingeladen worden! In angenehmer und vertrauensvoller Runde kamen wir zunächst in einen lebendigen fachlichen Austausch zu Themen wie Awareness und Machthierarchie. Gemeinsam entwickelten wir Ideen und Perspektiven für die zukünftigen Treffen unserer Regionalgruppe und konnten dabei unterschiedliche Sichtweisen miteinander in Verbindung bringen.
Besonders eindrucksvoll war die künstlerisch-systemische Methode, mit der Britta uns anschließend durch den Abend führte. Ganz nach dem Motto: Raus aus dem Kopf, rein ins künstlerische Tun kamen wir zunächst die Begegnung zu zweit entstanden intensive Momente von Kontakt, Resonanz und Aufmerksamkeit. Mit Zeitungen gestalteten wir Bilder und Ausdrucksformen für persönliche Anliegen. Dabei wurden wir gegenseitig zu Zeuginnen unserer Prozesse – beobachtend, begleitend und wertschätzend.
Die besondere Klangkulisse aus raschelnden Zeitungen verlieh der Arbeit eine ganz eigene Atmosphäre und machte die Methode zu einem außergewöhnlichen Erlebnis. Im anschließenden Sharing konnten wir Erkenntnisse ernten, Bedeutungen verdichten und neue Perspektiven entdecken.
https://www.britta-lennardt.de

Neujahrsbeginn in der Ko-Fabrik in Bochum
Inzwischen ist es schon Tradition, dass wir das Jahr gemütlich mit einem Auftaktreffen und gemeinsamen Essenin der Ko-Fabrik Bochum beginnen. Mit einer kreativen systemischen Methode zum Thema Jammern und Meckern haben wir belastenden Gedanken bewusst Raum gegeben, sie gewürdigt und zugleich nach möglichen anderen Blickwinkeln und hilfreichen Perspektiven gesucht. So wurde deutlich, dass auch das, was uns herausfordert, Hinweise auf Bedürfnisse, Wünsche und Entwicklungsmöglichkeiten enthalten kann. Im gemeinsamen Austausch entstanden Verbundenheit, neue Gedanken und manche überraschende Erkenntnis, die in Briefform zum Endes des Jahres reflektiert werden darf.

Rückblick auf vergangene Veranstaltungen
"Galerie der Produkte"
Britta Lennardt, Mitglied der Regionalgruppe Bochum und Kuratorin der »Galerie der Produkte« in Witten, hat uns am 09.08. eingeladen zu einer systemischen Sicht auf ein ehemaliges Horten-GaleriaKaufhof-Gebäude. Dessen Schaufenster werden zurzeit mit unterschiedlichen Ausstellungen und Interventionen durch Künstler*innen und Bürger*innen bespielt. Wir guckten und staunten. Perspektivwechsel gelungen. Hier der Link: www.galeriederprodukte.eu.

Fachtag: Out of the Box Days - Sex and Gender: Systemisches Arbeiten intersektional
Vom 28. Mai bis zum 02. Juni 2021 fand der digitale Fachtag zum Thema Sex and Gender: Systemisches Arbeiten intersektional der Fachgruppe Systemische Paar- und Sexualberatung und der Regionalgruppe Bochum/östliches Ruhrgebiet statt.
Neben einem Vortrag mit dem Titel „Das Begehren, (in Beratung und Therapie) nicht diskriminiert zu werden“ von Dr. Mai-Anh Boger der Universität Bielefeld und einer Podiumsdiskussion mit den Workshopleiter*innen zum Thema „Was bedeutet Sexualberatung im 21. Jahrhundert?“ bei der Auftaktveranstaltung, gab es zwölf verschiedene Workshopangebote, die über sechs Tage verteilt waren.
Das Thema stieß dabei auf große Resonanz. Bereits nach vier Wochen war der Fachtag mit 733 Teilnahmewünschen überbucht. Dennoch konnten 366 Teilnahmen an den sechs Tagen ermöglicht werden. Die Teilnehmer*innen stammten dabei aus ganz Deutschland.
Die Organisator*innen und Teilnehmenden des Fachtages nehmen für die Arbeit in der DGSF auch einige offene Fragen mit:
- Wie können wir mehr „safer spaces“ zum diskriminierungssensiblen Austausch schaffen und Empowerment marginalisierter Gruppen ermöglichen?
- Wie können in den Curricula für systemische Ausbildungen bspw. für die Paar- und Sexualtherapie Aspekte von Diversität, Inklusivität, Intersektionalität und Diskrimminierungssensibilität verpflichtend Eingang finden?
- Wie kann eine Vernetzung mit der Ethik-Kommission gelingen, um ggf. einen Handlungsleifaden der Themen des Fachtages zu entwickeln?
- Wie können unterschiedliche (Berufs-)Biographien, fachliche Erfahrungen und mehr Diversität im Vorstand repräsentiert werden?
Treffen mit Rudi Wimmer im November 2019
Im November 2019 ging es um das gute Zusammenwirken von nicht-trivialen Teams und Organisation in post-heroischen Zeiten.
Prof. Dr. Rudi Wimmer zog 30 Teilnehmer*innen mit seiner Begeisterung und seiner Begabung, leichtfüßig Komplexes zu vermitteln, in den Bann. Die RG ist stolz, dass Rudi Wimmer der Einladung nach Bochum gefolgt ist.
Birgit Averbeck bringt Bochum auf den neusten Stand zur aktuellen Jugendhilfe-Politik
Birgit Averbeck, Fachreferentin für Jugendhilfe/-politik und Soziale Arbeit in der DGSF, erläuterte im Juli 2019 die komplexe Lage der politischen Vorgänge rund um die Jugendhilfe und die Rolle der DGSF darin.
Regelmäßige Updates gibt es im themenspezifischen Newsletter der Fachreferentin, der regelmäßig und mehrmals jährlich erscheint: Rundmail Jugendhilfe.
Systemisches Flügelstrecken mit Heidi Neumann-Wirsig
Am 28. März 2019 besuchte uns Heidi Neumann-Wirsig, Pionierin der systemischen Supervision, Autorin mehrerer Fachbücher zu Supervision und Coaching, und Gründerin des Ausbildungsinstituts BTS-Mannheim.
Sie bereicherte 28 Teilnehmer*innen in einem inspirierenden Workshop. Mit ihrer warmen und wertschätzenden Art und gleichzeitig einer klaren systemischen Haltung arbeitete sie mit Anliegen, die zwei Teilnehmerinnen mitgebracht hatten und brachte uns so spannende Methoden ganz praktisch näher. Wir danken für einen tollen Abend!
"Das erstarrte Mobile - keiner ist alleine traumatisiert"
Unter diesem Thema besuchte uns Alexander Korittko am 6. November 2017 mit seinem Vortrag über extern bedingte Traumata in der Familie. In einer Übung (Bild) erläuterte er die Vorgehensweise und führte in das Thema der Traumatherapie ein. Wir danken ihm im Namen der Regionalgruppe Bochum/östliches Ruhrgebiet ganz herzlich für den bereichernden Abend.
Alexander Korittko ist Vorstandsmitglied der DGSF und Mitbegründer des Zentrum für Psychotraumatologie und Traumazentrierte Psychotherapie Niedersachsen (zptn).
"Elterncoaching - Elternpräsenz statt Suchtpräsenz" mit Hans Räbiger-Stratmann
Am 27. Oktober 2016 konnte uns Hans Räbiger-Stratmann das von ihm entwickelte Programm "Elterncoaching - Elternpräsenz statt Suchtpräsenz" vorstellen. Der Abend enthielt einen Vortrag und Workshop-Elemente.

Hans Räbiger-Stratmann ist Suchttherapeut, psychoanalytisch orientiert GVS, Systemischer Therapeut und Supervisor (DGSF) und Lehrender für Systemische Beratung, Therapie und Supervision (DGSF). Er leitet das DGSF - zertifizierte Ausbildungsinstitut "WMC" Rheinland Westfalen und Euregio. Institut für Systemische Fort- und Weiterbildung.
