Appell zum Bundeshaushalt 2027: Jugendarmut wirksam bekämpfen
Anlässlich der Beratungen zum Bundeshaushalt 2027 fordert der Ratschlag Kinderarmut in einem Appell mit 71 unterzeichnenden Organisationen und Einzelpersonen aus Zivilgesellschaft und Wissenschaft, darunter die DGSF, die Zukunftschancen junger Menschen zu sichern und Jugendarmut wirksam zu bekämpfen.
Unter dem Titel “Nicht an der Zukunft sparen – Jugendarmut bekämpfen, Teilhabe sichern” warnt das Bündnis vor Einsparungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Sozialreformen dürften nicht von Sparzwängen bestimmt werden. Ein starker Sozialstaat müsse junge Menschen schützen und ihnen Zukunftsaussichten eröffnen. Wer heute bei jungen Menschen spare, der gefährde den gesellschaftlichen Zusammenhalt, demokratische Teilhabe und die Zukunftsfähigkeit Deutschlands.
Martin Diem, Vorstand der DGSF betont: „Investitionen in ein gutes Aufwachsen junger Menschen bedeutet, ihnen die Gewissheit zu geben, dass sie einen Wert haben und ihnen die Hoffnung zu vermitteln, dass sie die Welt und eine gute Zukunft mit gestalten können“.
Der Ratschlag Kinderarmut fordert in seinem Appell daher weitreichende Verbesserungen für Jugendliche und junge Erwachsene. Anstelle von Kürzungen im Bundeshaushalt, zum Beispiel beim Wohngeld oder Kindersofortzuschlag, braucht es aus Sicht der Unterzeichner*innen endlich Investitionen in eine starke soziale Infrastruktur und armutsfeste Sozialleistungen.
Die DGSF unterstützt den Ratschlag Kinderarmut seit 10 Jahren.

