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Kinderschutz gemeinsam gestalten: Fachkongress zieht Bilanz
Wie kann die Zusammenarbeit zwischen Kinder- und Jugendhilfe, Gesundheitswesen und weiteren Professionen im Kinderschutz gelingen? Mit dieser Frage beschäftigte sich der gemeinsame Fachkongress „Kooperation zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ am 25. und 26. Juni 2026 in Leipzig. Fachkräfte aus Praxis, Wissenschaft und Politik diskutierten darüber, welche fachlichen, strukturellen und politischen Voraussetzungen eine wirksame und verlässliche Kooperation im Interesse von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien braucht.
Mitmachkampagne: Wer spart, wenn Kinder den Preis zahlen? Einsparungen bei den Hilfen zur Erziehung stoppen und inklusive Jugendhilfe umsetzen!
Das neue Kinder- und Jugendhilfestrukturreformgesetz (1. KJHSRG) betrifft Fachkräfte, Einrichtungen und Verbände der Kinder- und Jugendhilfe ebenso wie der Eingliederungshilfe und soll jetzt zeitnah beschlossen werden. Mit der Kampagne möchte die DGSF Einfluss auf die anstehenden politischen Debatten nehmen und sichtbar machen, welche systemischen Wirkungen die geplanten Einsparungen insbesondere für die ambulanten Hilfen haben.
DGSF fordert: Ambulante Erziehungshilfen leistungsgerecht finanzieren und Qualität sichern
Die DGSF appelliert gemeinsam mit interdisziplinären bundesweiten Fachexpert*innen an die Bundesjugendhilfepolitik, die Benachteiligung ambulanter Erziehungshilfen zu beenden und ihre leistungsgerechte Finanzierung gesetzlich abzusichern.
Kinder- und Jugendhilfe: DGSF und SG kritisieren Umdeutung des Systemik-Begriffs
Mit einem teiloffenen Brief an das Deutsche Institut für Urbanistik (difu) stellen DGSF und Systemische Gesellschaft (SG) klar: Systemische Praxis orientiert sich am individuellen Bedarf junger Menschen – nicht an Standardlösungen. Beide systemischen Verbände kritisieren zudem eine aus ihrer Sicht irreführende Verwendung des Begriffs „systemisch“ in der Debatte um die Kinder- und Jugendhilfereform.
DGSF und SG beziehen Stellung: Einschnitte in der Kinder- und Jugendhilfe sind nicht „systemisch“!
Der Paritätische Gesamtverband veröffentlichte am 16. April 2026 ein internes Arbeitspapier aus dem Kanzleramt zu möglichen Einsparungen von über 8,6 Milliarden Euro bei Leistungen für Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen. Die Fachverbände DGSF und Systemische Gesellschaft (SG) kritisieren die Verwendung des Begriffs „systemisch“ und fordern – gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) – mehr Transparenz und Beteiligung in der Kinder- und Jugendhilfepolitik.
Fachtagung „Kooperation im Kinderschutz Gemeinsam. Dialogisch. Systemisch!“
Kinderschutz im Fokus: Das Helm-Stierlin-Institut und die DGSF laden am 26. und 27. November 2026 zu einer großen Fachtagung nach Heidelberg ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Kinderschutz durch gute Kooperation gelingen kann – über Professionen hinweg und gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und Familien.
Vernetzte Unterstützung für Kinder belasteter Familien
Rückblick auf den Fachtag "Und wer fragt mich?" Unterstützung für Kinder psychisch- und suchtkranker Eltern gestalten am 16./17. April 2026 in Heidelberg.
Hingeschaut! Gekommen, um zu bleiben?!
Wie kann es gelingen, Fach- und Leitungskräfte in den aufsuchenden Erziehungshilfen langfristig im Arbeitsfeld zu halten? Und welche fachlichen und kontextuellen Bedingungen brauchen sie, um auch künftig qualifiziert und motiviert arbeiten zu können? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der inzwischen 6. Fachtag der Reihe „Hingeschaut!“, der am Montag, 1. März 2027, online stattfinden wird. Anmeldungen sind bereits möglich.
Stellungnahme zu Strukturreformgesetz der Kinder- und Jugendhilfe – Inklusion und zentrale Steuerung, aber wohin?
Die DGSF ist der Einladung des BMBFSFJ gefolgt, im Rahmen der Verbändeanhörung eine Stellungnahme zu dem Entwurf eines Gesetzes zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe (Erstes Kinder- und Jugendhilfestrukturreformgesetz – 1. KJHSRG) abzugeben. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Allgemeinen Sozialen Dienst (BAG ASD) hat sich der Stellungnahme angeschlossen.
Forderung: Kindeswohl muss Maßstab der Klimapolitik sein
81 Organisationen aus den Bereichen Gesundheit, Kinder- und Jugendhilfe, Bildung und Zivilgesellschaft fordern von Bund, Ländern und Kommunen, das Kindeswohl konsequent zum Maßstab der Klima- und Anpassungspolitik zu machen. Kinder und Jugendliche sind von den gesundheitlichen und psychischen Folgen der Klimakrise besonders betroffen - obwohl sie am wenigsten zur Krise beitragen. Die DGSF unterstützt das gemeinsame Positionspapier und hat Anregungen in die Erarbeitung eingebracht.
Kinderschutz braucht Kooperation: Fachkongress in Leipzig
Der hybride Fachkongress "Kooperation zwischen Anspruch und Wirklichkeit – Kinder- und Jugendhilfe & Gesundheitswesen im Kinderschutz" am 25./26. Juni 2026 in Leipzig nimmt die Kooperation zwischen Kinder- und Jugendhilfe und Gesundheitswesen kritisch in den Blick und fragt, wie Zusammenarbeit im Kinderschutz professionell, vertrauensvoll und wirksam gelingen kann. Anmeldungen zur Teilnahme (online oder in Präsenz) sind weiterhin möglich.
Keine verpflichtende Anrufung des Familiengerichts bei abgelehnten Hilfen
Ein breites Fachbündnis aus 22 Verbänden und Organisationen wendet sich - auf Initiative und durch Koordination der DGSF und der Kinderschutz-Zentren - gegen eine geplante Änderung des Kinder- und Jugendhilferechts (§ 8a SGB VIII). Gefordert wird, auf eine verbindliche Anrufung des Familiengerichts bei der Ablehnung von Hilfen durch Erziehungsberechtigte zu verzichten. In einem gemeinsamen Zwischenruf warnt das Bündnis vor erheblichen fachlichen und verfassungsrechtlichen Folgen.
Fachtagung „Kooperation im Kinderschutz“ abgesagt
Die für den 26./27. November 2026 in Heidelberg geplante Fachtagung "Kooperation im Kinderschutz - "Gemeinsam. Dialogisch. Systemisch!" des Helm-Stierlin-Instituts und der DGSF musste leider abgesagt werden. Wir bedauern dies sehr und danken allen Interessierten für ihr Interesse.
