Besserer Schutz von vertraulicher Beratung und Therapie
Die DGSF, die Systemische Gesellschaft (SG) und der Verbund für Systemische Psychotherapie (VfSP) haben am 24. September 2026 eine gemeinsame Stellungnahme veröffentlicht, in der sie den Regierungsentwurf für ein Gesetz zur Reform des Nachrichtendienstrechts kritisieren.
Die Stellungnahme macht darauf aufmerksam, dass der Gesetzentwurf den Vertrauensschutz hilfebedürftiger Menschen gefährden und den Zugang zu notwendiger Unterstützung erschweren könnte. DGSF, SG und VfSP fordern, die Vertraulichkeit von Beratung, Therapie und weiteren Hilfen umfassend rechtlich abzusichern. Gelten soll dies auch unabhängig vom Grundberuf der beratenden Fachleute. Zudem sollen anonyme Beratungsangebote vor Ort, am Telefon und online wirksam geschützt und von nachrichtendienstlichen Tätigkeiten ausgenommen werden. Auch sprechen sich die Verbände und der Verbund gegen eine unterschiedliche rechtliche Bewertung verschiedener Berufsgruppen beim Vertrauensschutz aus.
Konkret fordern sie eine Ausweitung des strafrechtlichen Geheimnisschutzes und der Zeugnisverweigerungsrechte auf psychosoziale Beratung, Therapie und sämtliche Hilfen nach den Sozialgesetzbüchern.
(js)
