Fachgruppe Systemische Aufstellungen

Die Fachgruppe Systemische Aufstellungen stellt sich vor!

Die Fachgruppe Systemische Aufstellungen hat sich auf der DGSF-Jahrestagung 2013 in Berlin zum ersten Mal zur Neugründung getroffen. Anwesend waren ca. 20 interessierte Menschen. Aus diesem Kreis heraus hat sich am 15. Februar 2014 in Ludwigsburg die Fachgruppe gebildet. Dabei wurden die Sprecher offiziell gewählt und die Zielsetzungen formuliert.

Ziele sind unter anderem

  • Erfahrungsaustausch unter KollegInnen zu ermöglichen
  • Interessen von „AufstellerInnen“ im Verband zu vertreten
  • Interessen von „AufstellerInnen“ in der Öffentlichkeit zu vertreten (mit Zustimmung des Vorstandes)
  • Anerkennung der Methode als wirksames Werkzeug
  • eigene Kriterien/Grundlagen finden zu „Systemisches Arbeiten und Aufstellungsarbeit“
  • Konstruktivismus und Aufstellungsarbeit
  • lösungsorientiertes Arbeiten, anliegenorientiertes Aufstellen
  • Rahmen finden, die mit unseren ethischen Richtlinien der DGSF übereinstimmen
  • der Weiterentwicklung der Methode Raum zu geben
  • Unterschiede und Ähnlichkeiten zur DGfS (Deutsche Gesellschaft für Systemaufstellungen) benennen evtl. Abgrenzungen vornehmen
  • Weiterbildung in Aufstellungsarbeit voranzubringen

Die Fachgruppe adressiert ihren Mailverteiler zurzeit an etwa 30 Interessierte. Für unsere Treffen haben wir einen Rhythmus gefunden: Ein Termin findet an einem Samstag im Januar (meist in Köln) statt, ein anderer Termin ist zweitägig im Sommer platziert. Randolf Hummel lädt hier in seine Mühle in der Nähe von Ludwigsburg ein.

Die Fachgruppe stellt sich in einem neuen Flyer allen Interessierten vor.

Thematisch geht es bei uns nicht nur um den fachlichen Austausch, sondern auch um die Qualität in der Aufstellungsarbeit aus DGSF-Sicht. Dazu haben wir mehrere Arbeitsblätter konzipiert, die aktuell mit dem Vorstand abgestimmt werden. Ziel ist es, diese Artikel auf der DGSF-Website zu veröffentlichen. Daneben gibt es immer die Möglichkeit, Themen einzubringen und auch aufzustellen.

Anwendungsfelder der Aufstellungsarbeit

Seit der letzten Stellungnahme vor 23 Jahren hat sich die Systemische Aufstellungsarbeit grundlegend weiterentwickelt. Was damals vor allem als „Familienstellen“ oder „Familienaufstellung“ bekannt war, hat sich inhaltlich und methodisch stark differenziert. Heute wird die Aufstellungsarbeit in vielfältigen Kontexten und Formaten angewendet – sowohl im Einzelsetting mit Figuren oder Schablonen als auch in Gruppen mit Repräsentant:innen.

Zu den etablierten Formaten zählen unter anderem:

  • Erkundungsaufstellungen zur Orientierung in komplexen Themenfeldern,
  • Organisationsaufstellungen im beruflichen Kontext,
  • Strukturaufstellungen als abstraktes Format zur Analyse von Systemen,
  • Symptomaufstellungen im Gesundheitsbereich, insbesondere bei Körpersymptomen.

Die Systemische Aufstellungsarbeit wird als Methode mit einem breiten Spektrum an Darstellungsmöglichkeiten in zahlreichen Bereichen eingesetzt, etwa in:

  • Beratung und Therapie,
  • Coaching und Supervision,
  • sowie weiteren professionellen Kontexten.

Durch die systemische Aufstellung lassen sich schwierige und komplexe Zusammenhänge sichtbar machen. Dies erleichtert das Sortieren, Strukturieren und Verstehen von Dynamiken. Mögliche Ziele von Aufstellungen sind:

  • die Visualisierung vielschichtiger Situationen,
  • das Sortieren von Begebenheiten zur Förderung von Klarheit,
  • die Entdeckung und Aktivierung von Ressourcen,
  • das Öffnen neuer Perspektiven und die Entwicklung von Lösungen.

Voraussetzungen für ein professionelles Arbeiten mit Systemischen Aufstellungen sind:

  • eine fundierte systemische Ausbildung,
  • Fach-Expertise in der Aufstellungsarbeit und in der Arbeit mit Gruppen,
  • (Selbst-)Erfahrung und kontinuierliche Selbstreflexion.

Die systemische Haltung in der Aufstellungsarbeit findet ihren Ausdruck in den Qualitätsstandards, die von der Fachgruppe Systemische Aufstellungen der DGSF erarbeitet wurden. Diese sind auf der Website der DGSF einsehbar: Qualitätssicherung der FG Systemische Aufstellungen

Im Namen der Fachgruppe Systemische Aufstellungen: Holger Lier, Daniel Tröbs, Simone Weber

Themensammlung "Qualitätssicherung für die Aufstellungsleitung"

Unsere Fachgruppe hat eine Themensammlung "Qualitätssicherung für die Aufstellungsleitung" zusammengestellt, in der wichtige Aspekte aus der Aufstellungsarbeit einzeln intensiver beleuchtet werden. Nachdem das Thema „Aufstellungen“ jahrelang sehr kontrovers auch in unserem Verband diskutiert worden ist, wollten wir bewusst eine Orientierungshilfe geben für alle, die sich entweder als KlientIn, als BeraterIn / TherapeutIn oder aus anderen Gründen für diese Methode interessieren.

Aktivitäten und Termine

Am 5./6. Juli 2024 traf sich die Fachgruppe „Systemische Aufstellungen“ mit 15 Teilnehmer*innen in der Jugendakademie in Walberberg. Geprägt wurde dieses Treffen besonders durch den Input von Birgit Hickey zum Thema „Kontaktabbrüche aus familienbiografischer Sicht“. Durch ihre PP-Präsentation erhielten wir zunächst umfassend Einblick in theoretische Grundlagen und kamen ins Staunen über das Ausmaß dieser Thematik. Anschließend gingen wir in die praktische Arbeit dazu über. Dabei beschäftigten wir uns vordergründig mit den Genogrammen der betroffenen Personen und hielten Ausschau nach Wiederholungen im Herkunftssystem. So konnte die sich anschließende Aufstellung fokussieren und auf wenige Repräsentanten begrenzen. Außerdem experimentierten wir mit weiteren Aufstellungsformaten und Repräsentationsformen.

Weitere Termine stehen derzeit nicht fest.

Um eine Anmeldung bei den Fachgruppensprecherinnen wird gebeten: Fachgruppe-aufstellungendgsf.org

Detaillierte Informationen bezüglich der genauen Veranstaltungsorte und Uhrzeiten werden rechtzeitig bekanntgegeben.

Kontakt zur Fachgruppe

Sprecherin: Sabine Wellmann-Schillinger / Stv. Sprecherin: Ayla Germann / Stv. Sprecher: Daniel Tröbs
fachgruppe-aufstellungen|at|dgsf.org