Wege zur regenerativen Organisation – Rückblick auf den Fachabend mit Shirin Groß-Yachkaschi

Am 24. September 2026 lud das Netzwerk Klimaschutz der DGSF zu einem Fachabend mit Shirin Groß-Yachkaschi (Embodied Mind – Beratung & Training) ein, die unter dem Titel „Die Regenerative Organisation – Unternehmen als Orte der Lebendigkeit gestalten" einen Einblick in ihre Arbeit als Aktionsforscherin und Transformationsberaterin gab. Annette Hermanns vom Netzwerk Klimaschutz hat einen Nachbericht hierzu verfasst.

Am 24. September 2026 lud das Netzwerk Klimaschutz der DGSF zu einem Fachabend mit Shirin Groß-Yachkaschi (Embodied Mind – Beratung & Training) ein, die unter dem Titel „Die Regenerative Organisation – Unternehmen als Orte der Lebendigkeit gestalten" einen Einblick in ihre Arbeit als Aktionsforscherin und Transformationsberaterin gab. Annette Hermanns vom Netzwerk Klimaschutz moderierte den Abend, in dem Shirin Groß-Yachkaschi ihre Arbeit im Rahmen des Forschungsprojekts vorstellte: 16 Sensing Journeys nach Theory U, die seit 2023 in unterschiedlichen Organisationen durchgeführt wurden und 2025 in das gleichnamige Buch „Die Regenerative Organisation" (Schäffer-Poeschel) eingeflossen sind.

Ausgangspunkt des Abends war die Unterscheidung zwischen degenerativen, nachhaltigen und regenerativen Kulturen: Während nachhaltiges Wirtschaften vor allem auf Schadensbegrenzung zielt, geht regenerative Entwicklung einen Schritt weiter und versteht Organisationen als lebendige, ganzheitliche Systeme, die zur Erneuerung ihrer Umwelt beitragen. Anhand von drei Clustern – regenerativer Sinn, lebendige Beziehungen sowie Organisation als lebendiger Organismus im Ökosystem – zeigte Shirin Groß-Yachkaschi konkrete Muster und Praxisbeispiele auf.

Im zweiten Teil des Abends stand die Übertragung auf den eigenen Beratungsalltag im Mittelpunkt. In Kleingruppen reflektierten die Teilnehmenden, in welchen Mustern sie eigene oder Kundenorganisationen wiedererkennen, was sie überrascht hat und welche ersten Schritte sich daraus für ihre Rolle als Berater*in ableiten lassen. Deutlich wurde dabei: Regenerative Entwicklung ist kein Zielzustand, sondern eine fortlaufende Suchbewegung, bei der es weniger um „mehr tun" als um „anders entscheiden" geht – um Bedingungen zu schaffen, die Regeneration ermöglichen.

Für die tiefgreifenden Impulse an diesem Abend danken wir herzlich Shirin Groß-Yachkaschi, ebenso dem Netzwerk Klimaschutz für die Organisation und allen Teilnehmenden für ihr Engagement.

Text: Annette Herrmanns

Bild: Referentin Shirin Groß-Yachkaschi