DGSF kritisiert Kürzungen bei queeren Unterstützungsangeboten
In einer aktuellen Stellungnahme wendet sich die DGSF gegen Streichungen und Kürzungen der psychosozialen queeren Infrastruktur in Deutschland. Der Verband fordert, die Finanzierung der Unterstützungsangebote zu sichern, anstatt bei besonders schutzbedürftigen Gruppen zu sparen.
Die DGSF nimmt die angekündigten und bereits umgesetzten Kürzungen im Sozial-, Jugend- und Gesundheitsbereich mit großer Sorge zur Kenntnis. Als besonders alarmierend stuft sie ein, dass hiervon auch die zentrale Infrastruktur für Schutz, Beratung, Teilhabe und Empowerment von Menschen, die Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt erfahren, betroffen ist. Somit werden jene präventiven und stabilisierenden Strukturen geschwächt, die Krisen abfedern und gesellschaftliche Teilhabe sichern.
Die DGSF fordert deshalb eine verlässliche und langfristige Finanzierung queerer Beratungs-, Bildungs- und Unterstützungsangebote. Der Schutz von Menschenrechten, die Förderung gesellschaftlicher Teilhabe und der Abbau von Diskriminierung müssen auch bei politischen und finanziellen Entscheidungen berücksichtigt werden.
Die Stellungnahme wurde vom DGSF-Netzwerk Macht- und Diskriminierungskritik mit Unterstützung von Aufsichtsrat und Vorstand veröffentlicht.
(js)
