Mitmachkampagne: Inklusive Kinder- und Jugendhilfe umsetzen und gemeinsam gestalten

Wie kann eine inklusive Kinder- und Jugendhilfe gelingen? Die DGSF lädt Fachkräfte, Einrichtungen und Verbände ein, sich mit eigenen Erfahrungen, Fragen und fachlichen Positionen an einer Social-Media-Kampagne zu beteiligen. Gemeinsam soll sichtbar werden, was junge Menschen und Familien für eine gelingende Unterstützung brauchen. Hier ein Leitfaden für Fachkräfte, Einrichtungen und Verbände.

Worum geht es?

Die Kinder- und Jugendhilfe wird grundlegend reformiert. Die geplanten Veränderungen betreffen Fachkräfte, Einrichtungen und Verbände der Kinder- und Jugendhilfe ebenso wie der Eingliederungshilfe.

Mit der Kampagne macht die DGSF über die sozialen Medien Erfahrungen, Fragen und fachliche Positionen aus der Praxis sichtbar. Die Postkarten bilden den gemeinsamen visuellen Rahmen. Im Mittelpunkt stehen konkrete Erfahrungen sowie die Frage: Was braucht eine inklusive Kinder- und Jugendhilfe, damit sie für junge Menschen und Familien wirklich funktioniert?

So ist eine Beteiligung möglich:

  • Eine der unten bereitgestellten Postkarten kann als Feed-Beitrag im eigenen Account auf Facebook, Instagram (...) geteilt werden.
  • Als Ergänzung hierzu ist ein persönlicher Text mit eigener fachlichen Perspektive möglich.
  • Markierungen relevanter Akteur*innen aus Politik und Fachpraxis können die Reichweite des Beitrags erhöhen und so mehr Aufmerksamkeit für das Thema erzeugen oder ein Gespräch anregen.
  • Die Verwendung der unten aufgeführten Hashtags kann ebenfalls zur Verbreitung des Themas beitragen.
  • Eigene Beiträge lassen sich zusätzlich als Story teilen.
  • Die Sichtbarkeit der Kampagne lässt sich weiter erhöhen, indem auf die Beiträge anderer Teilnehmender reagiert wird: liken, kommentieren, teilen.

Empfohlene Markierungen

  • @bmbfsfj
  • @karinpriende
  • @dgsf_ev
  • @systemischegesellschaft
  • @jugendhilfeportal
  • bekannte Menschen aus der Bundespolitik mit ihren Accounts

Empfohlene Hashtags

  • #KinderJugendhilfe
  • #Kinderrechte
  • #SGBVIII
  • #KJHSRG 
  • #Systemisch
  • #DGSF
  • #SystemischeGesellschaft
  • #Prävention
  • #Inklusion
  • #JugendhilfeIimGespräch
  • #InklusionMitgestalten
  • #PraxisSpricht

Beispiel für einen Beitrag:

Damit die Beiträge persönlich und zugleich fachlich bleiben, empfehlen wir diese Struktur:

  • Meine Erfahrung: Was erlebe ich in meinem Arbeitsfeld?
  • Meine Sorge oder Frage: Was könnte sich durch die Reform verändern?
  • Meine fachliche Position: Was muss gesichert oder verbessert werden?
  • Mein Aufruf: Informiert euch. Bringt eure Erfahrungen ein. Gestaltet die Reform mit.

Hinweise zur Kommunikation

  • Respektvoll und dialogorientiert formulieren.
  • Konkrete Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag einbringen.
  • Persönliche Angriffe und parteipolitische Zuschreibungen vermeiden.
  • Den Austausch fördern und Fragen stellen, statt abschließende Urteile zu formulieren.
  • Lade zum Austausch ein und stelle Fragen, statt abschließende Urteile zu formulieren.

Gemeinsamer Aufruf

Jeder Beitrag trägt dazu bei, die Erfahrungen aus der Fachpraxis sichtbar zu machen. Die Einladung weiterer Kolleg*innen, Einrichtungen und Verbände zur Beteiligung stärkt die Reichweite und Wirkung der Kampagne.

Postkartenmotive zur freien Verwendung

Zum Abspeichern der Postkartenmotive mit Rechtsklick auf das Bild klicken -> speichern unter ...

Weitere Möglichkeiten der Beteiligung

Weiter Ideen der Beteiligung gibt es auf der Aktionsseite der Fachgruppen Aufsuchende systemische Arbeit, Systemische Sozialarbeit und Systemische Kinder- und Jugendhilfe oder z. B. hier Sozialabbau stoppen! - Der Paritätische - Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege 

Qualitätsoffensive für die ambulanten Erziehungshilfen

Die DGSF setzt sich seit 2022 im Rahmen einer Qualitätsoffensive für die ambulanten Erziehungshilfen ein. Seit Jahrzehnten leidet das Kinder- und Jugendhilferecht unter einem Systemfehler, der im Rahmen der jetzigen Strukturreform getilgt werden muss.

Während es für die stationäre Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen eine Verpflichtung für eine leistungsgerechte Vergütung gibt, besteht eine solche Finanzierungspflicht bei ambulanten, familienunterstützenden Hilfen nicht. Es fehlt nicht nur eine Verpflichtung zum Abschluss von Vereinbarungen zwischen Jugendamt und Leistungsanbietern. In Streit- und Konfliktfällen besteht auch keine Möglichkeit eine Schiedsstelle anzurufen. Damit wird es wahrscheinlicher, dass die Höhe der Vergütung stärker durch fachfremde politische Überlegungen als durch fachliche Notwendigkeiten bestimmt wird. Für eine solche Schlechterstellung gibt es keinen sachlichen Grund! Sie führt eher dazu, dringend erforderliche Standards wie Zeit für fachliche Leitung, Fallberatungen, Dokumentation, Weiterbildung/ Supervision nicht zu gewährleisten oder abzubauen!

Es ist an der Zeit, im Rahmen der Strukturreform bestehende Ungleichbehandlungen zu beenden und nicht noch zusätzlich neue Benachteiligungen für Leistungserbringer und im Ergebnis vor allem für die betroffenen Kinder, Jugendlichen und deren Eltern zu schaffen.