Ambulante Erziehungshilfen

Digitaler Fachtag der DGSF am 26.02.2024:

„Hingeschaut: Aufsuchende erzieherische Hilfen und Jugendämter“ - Wie geht das? Wer will was von wem?

Der 3. Fachtag in der Reihe „Hingeschaut“ wird in diesem Jahr die System- und Handlungslogiken des Arbeitsfeldes Jugendamt in der Ausgestaltung der Aufsuchenden Erzieherischen Hilfen beleuchten. Dabei interessiert uns die Innen-Sicht und die Außen-Sicht ausgehend von den Aufgaben der Jugendämter im Rahmen der aufsuchenden erzieherischen Hilfen einschließlich der Kooperation mit den durchführenden ambulanten Hilfeträgern. Das Jugendamt ist einem Dualismus verpflichtet, der zu einem Spannungsfeld führt und auf die Formel gebracht werden kann: personenbezogene Hilfe als soziale Dienstleistung und Schutzauftrag als Ausdruck des staatlichen Wächteramtes. Wie geht das bei zunehmend immer höher werdenden Fallzahlen, Aufgabenzuwachs und Fachkräftemangel? Die Arbeitsstrukturen werden aus verschiedenen Perspektiven kritisch-konstruktiv betrachtet.

Zu dieser Online-Veranstaltung dem Rahmen eines politischen und fachlichen Qualitätsaufrufs der DGSF für die ambulanten aufsuchenden Erziehungshilfen in Familien sind alle interessierten Fachkräfte und Vertreter*innen aus der Fachpolitik, aus Verbänden und Wissenschaft herzlich eingeladen! 

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Der Fachtag wird durchgeführt von der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie e.V. (DGSF) mit Unterstützung der Transferagentur der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen.

Programm und Anmeldung:  https://www.s-inn.net/veranstaltungen/hingeschaut

Qualitätsoffensive

„Ambulante Hilfen zur Erziehung“

Die ambulanten Hilfen zur Erziehung sind in den vergangenen Jahren immer mehr ins Abseits der Hilfen zur Erziehung und der fachpolitischen Aufmerksamkeit geraten. Die kontextuellen Bedingungen für Fachkräfte verschlechtern sich und sind häufig abhängig von der Finanzkraft einer Kommune. Aktuelle bundesweite Studien zur Qualität der Arbeit in den Familien liegen nicht vor und das, obwohl ambulante Hilfen in der Regel verpflichtend vor Unterbringungen von Kindern durchgeführt werden müssen. Ein Mitgliedsbeschluss aus 2020 gibt uns den Auftrag, uns auf verschiedenen Ebenen für eine Qualifizierung der ambulanten Hilfen unter Einbezug der Politik einzusetzen. Ziel der „Q-Offensive“, zu der auch die DGSF-Studie zur Evaluation ambulanter Hilfen zur Erziehung gehört, ist eine Sensibilisierung der Fachöffentlichkeit für den Zusammenhang von Qualität und Wirksamkeit zu erreichen, perspektivisch eine Verbesserung der kontextuellen Bedingungen von Fachkräften herbeizuführen und damit einhergehend eine Verbesserung der Qualität der Arbeit mit den Familien.

Seit dem 19. April 2021 fanden fünf Runde Tische zur Beteiligung der Mitgliedschaft statt, der nächste ist für das 2. Quartal 2023 geplant. Anmeldungen gerne per E-Mail an: averbeck@dgsf.org. Geplant sind als weitere Module neben der Studie Veröffentlichungen, Fachtagungen, auch in Kooperation mit anderen Verbänden, sowie politische Diskussionsformate.

24. April 2023
Hingeschaut: Merk-würdige Rahmenbedingungen in den aufsuchenden Hilfen zur Erziehung

Eine kostenfreie Online-Fachtagung im Rahmen eines politischen und fachlichen Qualitätsaufrufs der DGSF für die ambulanten aufsuchenden Erziehungshilfen in Familien - weitere Informationen

Positionspapier zur Situation der ambulanten Erziehungshilfen

„Hingeschaut“

Ziel ambulanter Hilfen zur Erziehung ist es, Familien dabei zu unterstützen, ihr Leben gelingend zu gestalten und Kindeswohlgefährdungen möglichst zu verhindern. In den vergangenen Jahren nehmen die Meldungen von Kindeswohlgefährdungen stetig zu. Sie stehen in einem Zusammenhang mit einem Ausbau von ambulanten Erziehungshilfen. Problematisch ist, dass es dabei in der Praxis meist eher zu einer Erhöhung der Fälle pro Fachkraft und einer massiven Reduzierung von Stundenkontingenten kommt, statt die aufsuchende Arbeit finanziell adäquat auszustatten. Verbindliche Qualitätsstandards für aufsuchende Hilfen und aktuelle Studien zu kontextuellen Bedingungen von Wirksamkeit ambulanter Erziehungshilfen gibt es nicht. All das führt in der Praxis vielfach zu einer problemaufrechterhaltenden Dynamik in den Familien, der wiederum mit staatlichen Interventionen begegnet wird und der Eindruck entsteht: „Ambulante Hilfen wirken nicht!“
Das Positionspapier „Hingeschaut“ als ein Meilenstein der DGSF-Qualitätsoffensive für die ambulanten Erziehungshilfen greift die Reaktionen der Jugendhilfe auf gesellschaftliche Entwicklungen auf, beschreibt die Wechselwirkungen von strukturellen kommunalen Rahmungen auf die (Nicht-)Beteiligung von Eltern, geht auf die sich wandelnden Rollen von Eltern und Fachkräften im Hilfe- und Kooperationskontext ein, beschreibt die Anforderungen an die ambulanten Hilfen zur Erziehung und appelliert an die politischen Verantwortungen zum Handeln. Das Positionspapier wurde im September 2022 an politische Gremien auf Landes- und Bundesebene und an die Fachöffentlichkeit weitergeleitet.

Fachtagung am 7. März 2022

„Ist den ambulanten Erziehungshilfen noch zu helfen? Perspektiven und Qualitätsanforderungen“

Das Expertinnenteam „Ambulante Hilfen zur Erziehung“ (bestehend aus Marie-Luise Conen, Silvia Hamacher, Barbara Bosch, Anke Lingnau-Carduck und Birgit Averbeck) hat sich als eine Unterarbeitsgruppe des oben beschriebenen Runden Tischs gebildet. Diese Gruppe hat am 7. März 2022 als weiteres

Modul der Qualitätsoffensive einen digitalen Fachtag „Ist den ambulanten Erziehungshilfen noch zu helfen? Perspektiven und Qualitätsanforderungen“

vorbereitet und durchgeführt. Mit über 450 Teilnehmenden, Vorträgen von Dr. Marie-Luise Conen, Prof. Dr. Klaus Wolf und Prof. Dr. Holger Ziegler und einem World Café war die Tagung ein voller Erfolg. Die Vorträge und Grußworte sind bis Ende 2022 abrufbar unter:

www.dgsf.org/aktuell/news/ambulante-erziehungshilfen-vortraege-der-fachtagung-veroeffentlicht

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